Ich muss die erste Trilogie in diesem Blog leider mit einem wenig überraschenden Song beenden. Anstelle einer besonderen Perle muss ich Euch mit einem Klassiker der Rolling Stones abspeisen. Ich werde es nachholen... versprochen.
Ich nutze diese Woche ein stilistisches Mittel, die Trilogie, um drei Songs einer der bekanntesten Rockbands der 60er & 70e, 80er, 90er und sogar noch 2000er zu veröffentlichen. Der Titel und das Bild verraten natürlich schon, dass es sich um The Rolling Stones handelt! Samstag hatte ich bereits Satisfaction im Blog und heute folgt Sympathy for the Devil!
Und ab dafür...
In Jaggers Text des über sechsminütigen Songs erzählt der Teufel, nachdem er sich dem Hörer formell vorgestellt hat, von seinem Wesen und seiner Gegenwart bei zentralen historischen Ereignissen. So sei er dabeigewesen, als Jesus Christus zweifelte und litt und er habe dafür gesorgt, dass Pontius Pilatus dessen Schicksal besiegelte. Auch an der russischen Oktoberrevolution sei er beteiligt gewesen und für die Ermordung der Zarenfamilie verantwortlich. Während des Zweiten Weltkrieges sei er als Panzergeneral im Blitzkrieg tätig gewesen. Schließlich stellt der Teufel die Frage, wer „die Kennedys“ ermordet habe und beantwortet sie selber mit der Erwägung „wir alle waren es“.[1] In frühen Fassungen des Textes wurde allein die Ermordung des US-Präsidenten John F. Kennedy erwähnt; nachdem am 6. Juni 1968 auch dessen Bruder, Senator Robert Kennedy ermordet worden war änderten die Rolling Stones diese Textzeile entsprechend.[3]
Der Teufel beschreibt sich in dem Stück als Mann von Wohlstand und Geschmack. Was verwirrend (puzzling) an ihm sei, sei eben sein Wesen (the nature of my game; vgl. Diabolos). Schließlich bittet er aufgrund des Gehörten sein mögliches Gegenüber um Höflichkeit, wohlwollendes Mitgefühl (Sympathie) und Geschmack (courtesy, sympathy, taste) im begegnenden Umgang mit ihm und droht mit seiner verwüstenden Macht.
Der Song weist dem Teufel, den er in einem ekstatischen Samba-Rhythmus beschwört (vgl. Exorzismus) und als dessen Verkörperung Mick Jagger hier auftritt, menschliche Eigenschaften zu: Er will als eine Art Mann von Welt und Gentleman unter Gentlemen behandelt werden. Kernaussage ist schließlich, dass in jedem Menschen ein Teufel wohnt. (Quelle: Wikipedia)
Das Bild von Mick Jagger habe ich bei MORETHINGS.COM entliehen.
Sehr schön und passend finde ich die Geschichte zur Entstehung:
Die Idee für den unverkennbaren Eingangsriff von „Satisfaction“ kam Keith Richards in der Nacht zum 7. Mai 1965 nach dem fünften Konzert ihrer dritten US-Tournee, in Clearwater, Florida. (…) Keith konnte in der besagten Nacht im Fort Harrison Hotel nicht schlafen; ihm kam jedoch eine Akkordfolge in den Sinn, die er gleich auf der Gitarre spielte und mit seinem tragbaren Kassettenrekorder aufnahm – die Anfangssequenz von „(I Can’t Get No) Satisfaction“.
Am Morgen darauf spielte Keith die Aufnahme seinem Songwriter-Partner Mick Jagger vor und schlug ihm dazu die Zeile „I can’t get no satisfaction“ als Text vor. Mick war begeistert und schrieb den Song zu Ende. Er versuchte dabei, einen Text zu schreiben, der die ausufernde Kommerzialisierung verarbeitete, die sie als Briten in den USA zu erleben meinten, eine „Litanei der ‚Abscheu vor Amerika, und seinem Reklame-Syndrom, der permanenten Überflutung‘“ (so der Rolling Stone in seiner Laudatio, nachdem er „Satisfaction“ 2004 zum zweitbesten Song aller Zeiten gewählt hatte). Jagger brachte die ziellose Unzufriedenheit der Jugendlichen seiner Zeit mit der Liebe und dem Leben in einer materialistischen Gesellschaft zum Ausdruck.
(Quelle: Wikipedia)
Daher möchte ich diesen Song nun auch zu Beginn des Blogs mit reinwerfen! Gewähöt habe ich ein Video mit wahnsinnig schlechtem Ton und schlimmen gekreische der weiblichen Fans, aber ich mag die Stimmung welche davon transportiert wird und den coolen Auftritt!
In besserer Tonqualität und mit tollen Fotos der Band hinterlegt findet ihr den Song noch einmal hier!
Eine große Nummer welche man sich (ich mir zumindest!) leider schon etwas übergehört hat. Wie geht Euch das? Habt ihr ROCKSongs die absolut Großartig sind, aber so oft gespielt wurden das sie kaum noch zu ertragen sind? Ja? Dann her damit... in den Kommentaren!
Wie so vielen Kindern der 80er ist mein Rock'N'Roll Grundwissen erschreckend klein. Meine musikalische Erziehung wurde schwer vernachlässigt! Der große Bruder ist mit seinen Platten ausgezogen und zuhause lief nur Müll! Die 60er und 70er Jahre sind wenn überhaupt nur aus Filmen bekannt!
Die Versetzung ist gefährdet! Der Abschluss in Gefahr! Es wird höchste Zeit für ein wenig Nachhilfe!